Woot woot – da war ich meinen 8ightning McQueen endlich los und nun steht doch wieder einer hier? Ja, denn Stef, Mastermind des BTC, hat meinem Junior einen Thundertiger ZK-2 zum Geburtstag geschenkt und natürlich eine klare Losikaro reingelegt, die wir dann hier auf dem Balkon in Papa-Sohn-Teamarbeit lackiert haben.
Und was soll ich sagen – die Funke ist halb so groß wie das Kind und doch geht das schon irgendwie; und wenn man mit zwei Händen gasgeben muss.
Was macht man, wenn man alles fertig hat, ausreichend Ersatzteile für die ganze Saison sein eigen nennt und so ziemlich jede sinnvolle Tuningmaßnahme am Car vollzogen hat? Richtig, man verkauft den ganzen Krempel und beginnt von vorne!
Aber eines nach dem anderen: Ich fuhr den Losi 8ight-T, right. Leider war der für einen blutigen Anfänger im RC-Offroad-Business wie mich einfach zu schwer zu fahren und ein paar flaws, die das Car in der Konstruktion hat, wollten mir auch nicht so recht schmecken, so daß ich nach dem ersten Rennen zwar glücklich ob der Erfahrung war, aber keine große Liebe mehr zum Car hegte.
So kam es, daß mein Team-Mate Siegi mir die Funke zu seinem Jammin X2 in die Hand drückte und mich nach der Rennaction in Landshut noch am selben Abend einen Tank mit dem X2 durchblasen ließ. Und was soll ich sagen? Die Karre lief wie geschmiert und nach fünf Minuten war ich doppelt so schnell wie mit meinem eigenen Car unterwegs.
Was nun folgte kennt sicher der ein oder andere: Überlegen, verwerfen, überlegen, dafür entscheiden, überlegen, wieder verwerfen, Nachricht von einem Team-Mate bekommen, daß es den X2 in UK sehr günstig gibt, überlegen, zuschlagen.
Zuerst musste Kapital her – also den ganzen alten Krempel weit unter Wert verkaufen, Hong Nor ist ja lange nicht so teuer wie Losi, und alsbald das erste neue Car im Paket haben. Ich war happy happy und nach nur 17h Nonstop-Schrauberaction bei uns daheim waren zwei neue Jammin X2 geboren – der Team-Mate hatte natürlich auch einen bestellt.
Hier ein sneak preview vom neuen Car – richtige Fotos gibt es, sobald ich mich in die Sonne werfen und das gute Stück standesgemäß ablichten konnte:
Das Farbschema vom Losi konnte ich beim besten Willen nicht mehr behalten – es war an der Zeit zu Blau-Weiß zurückzukehren und da mein Junior zu seinem Dritten einen ZK-2 bekommen hat, den wir in Lighting McQueen verwandelt haben (Fotos folgen), besteht für mich auch kein Bedarf mehr an Rot-Gelb. Bah.
Der zweite BTC-Lauf in Warngau wird zeigen ob sich die ganze Mühe gelohnt hat – die Teilnahme am Halbfinale ist das Ziel.
Nach langer Abstinenz vom Schreiben hier, habe ich einiges an Erfahrung dazugewonnen und mittlerweile mein erstes Rennen bestritten.
Mit der spitzenmäßigen Unterstützung meines Teams und auch durch Alice Offner, der den letztjährigen BTC Gesamtsieg einfuhr, konnte ich das erste Event im RC-Bereich entspannt angehen und ich muss sagen: So viel Unterschied zum 1:1 Motorsport ist da im Großen und Ganzen gar nicht.
Im Steckbriefformat mein Rennwochenende vom 1.5.-3.5.2009:
1. Vorlauf – der Ninja war platt und hat gesoffen wie ein Loch, nach 6,5Minuten von 8 Minuten war der Vorlauf mit ohne Sprit im Tank beendet – bis dahin lag ich gut im Vorderfeld.
2. Vorlauf – mit dem C6 im Car und ordentlichem Druck auf den Achsen lief es super, bis ich mich nach dem Double drehte und eines der drei nachfolgenden Cars meine Hinterachse traf. Ende nach 6 Runden mit gebrochenem C-Hub.
3. Vorlauf: Extrem vorsichtig gefahren, um überhaupt einen Lauf zu beenden und daher auch nur als 6. in meinem Vorlauf und als 51. im Gesamt angekommen. Quali fürs 1/8 Finale B stand somit.
1/8 Finale: Das Servosaver machte mir das ganze WE Probleme und trotz Sicherungslack managte ich eine 90°-Landung in Runde 1, der Servosaver dreht voll auf und ich fuhr mit schlackernder Lenkung das Rennen. In der vorletzten Runde kam ich von der Bahn ab und ließ gut 5 oder 6 Autos einfach passieren, weil ich mich mit weitem Rückstand auf der letzten Position wähnte und keinem im Weg sein wollte. Später stellte sich raus, daß ich da noch in derselben Runde und im Qualibereich für das 1/4 Finale lag. Nicht desto trotz hatte ich in meinem ersten Finallauf super viel Spaß und habe noch viel mehr gelernt.
Hier habe ich ein paar Eindrücke geschossen: